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Unsere Geschichte

Die Vereinshistorie zum Anfassen

 

Bereits im Jahr 1934 gab es Bestrebungen einen Anglerverein zu gründen, der das Hobby Angeln und die Gewässerpflege in den Fokus seiner Tätigkeit rückt. So wurde per 10.03.1934 durch den damaligen Reichsverband die Genehmigung erteilt, einen Verein zu gründen. Zum ersten Vorsitzenden des Vereins wurde so dann Willy Hohenberger bestellt, der bereits kurze Zeit darauf, am 05.01.1935, die erste bestätigte Satzung des „Angelsportvereins Trebbin 1934“ in den Händen hielt. Der Verein wuchs aus eigenen Kräften stetig und stellte schon bald den größten Angelsportverein in der näheren Umgebung. Bereits im Jahr 1844 wurden gemäß Überlieferungen die Fischereirechte am damals genannten Neuendorfer See bei Cliestow (heute: Kliestower See) neu geregelt und im Zuge der Zeit zeigte sich, dass der „Angelsportverein Trebbin 1934“ am genannten See schnell ein Zuhause fand.

Regelmäßig wurde gefischt, gefeiert und der Gewässerpflege nachgegangen. Der zweite Weltkrieg führte jedoch schnell zu einem unwiederbringlichen Verlust: weder Aufzeichnungen, noch andere Überlieferungen zum Vereinsleben blieben erhalten, so dass über diese Jahre und das vielleicht stattgefundene Vereinsleben keinerlei belegbare Auskünfte einzuholen waren. Im Jahr 1946 wurde der „Angelsportverein Trebbin 1934“ in den „Kommunalen Angelverein Trebbin“ umbenannt. Fortan stiegen die Mitgliederzahlen wie in den Vorkriegsjahren beträchtlich. Zur damaligen Zeit war es üblich nur Einzelgewässer inne zu haben, so dass allein der heutige Kliestower See für die große Anzahl an Fischern zu klein war. Die Folge war ein Aufnahmestop für Mitglieder im Verein. Per 6. April 1946 wurden mit der Nuthe, dem heutigen Nuthegraben bei Thyrow, der Kiesgrube bei Ahrensdorf und einigen weiteren Gewässern die Voraussetzungen geschaffen, eine weitaus größere Wasserfläche befischen zu können und wieder Mitglieder aufzunehmen. Das vereinsleben entwickelte sich und bereits 1947 wurde erstmals eine Tradition erwähnt, die auch bis heute noch Bestand hat: ein jährliches An- und Abangeln in der Gemeinschaft. Mit Beginn der 50er Jahre wird auch der bis heute durchgeführte Fischbesatz in den umliegenden Gewässern erwähnt. Der schwerste bis dahin gefangene Fisch von Vereinsmitgliedern war ein Karpfen, der 26Pfund auf die Wage brachte. Der längste gefangene Fisch war ein riesiger Hecht. Gemäß Übermittlungen soll dieser 1,38m an Länge betragen haben.

Im Jahr 1959 gab es einen herben Rückschlag für Angelgemeinschaft: eine Kreisgebietsreform sorgte für eine Teilung des „Kommunalen Angelsportvereins Trebbin“ in zwei Gruppen: zum einen die „Ortsgruppe Trebbin“ und zum anderen die „Ortsgruppe Großbeuthen“. Die Teilung des Vereins wog schwer, jedoch setzte sich beginnend ab dem Jahr 1960 in der „Ortsgruppe Trebbin“ eine weitere Tradition durch, die bis heute anhält: das Paarangeln. Die Jugendarbeit hatte seit jeher einen großen Anteil am Vereinsleben, so dass neben den Hegefischen und Arbeitseinsätzen ab 1976 das jährlich wiederkehrende Trainings- bzw. Jugendlager stattfand. Die höchste Anzahl an Mitgliedern hatte die „Ortsgruppe Trebbin“ im Jahr 1988. Sagenhafte 208 Angler und Anglerinnen hatten den Weg zu unserem Verein gefunden.

Wendezeit – schwere Zeit? Eigentlich eher nicht, denn den Anglerverein Trebbin sollte es fortan geben. Einzig die neue rechtliche Lage erforderte eine formale Neugründung des Vereins im Jahr 1992. So fand am 11.Januar 1992 die Gründungsversammlung des ab diesem Zeitpunkt genannten „Anglerverein Trebbin e.V.“ statt. Im Zuge der Jahre wurde nicht nur die deutsche Teilung wieder rückgängig, sondern auch die Vereinsteilung aus dem Jahr 1959. Nachdem sich die „Ortsgruppe Großbeuthen“ auflöste wurden alte Bekannte wieder in den Reihen des Anglerverein Trebbin e.V. begrüßt. Das Jahr 2005 war somit das Jahr der Zusammenführung dessen, was zusammengehört: der Anglerschaft. Bis heute lebt der Verein von den Veranstaltungen, die er absolviert: so bieten die zahlreichen Gemeinschaftsangeln die Möglichkeit ins Gespräch zu kommen, Fisch zu fangen und neues für den eigenen Anglergeist zu erlernen. Angler sind Naturschützer: das zeigen auch die zahlreichen Arbeitseinsätze, die durch die Mitglieder absolviert werden: sei es die Gehölzpflege, das Sammeln von Hinterlassenschaften am Gewässerrand, die Pflege der Ufer, der Besatz von Fisch, und vieles mehr. Die unzähligen freiwillig geleisteten Stunden der Anglerschaft zum Wohle der Gewässer zeugen vom Willen der naturgerechten Erhaltung und Verbesserung der ortsüblichen Flora und Fauna.